Bunker Hauptbahnhof Hannover
Adresse
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| Straße: |
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Ernst-August-Platz (vor Hauptbahnhof) |
| Straße (alt): |
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| PLZ/Ort/Ortsteil: |
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Hannover (Mitte) |
| Land: |
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Deutschland |
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Koordinaten
| Koordinaten (FwGrid): |
32-U-ND-504-032 |
| Koordinaten (Google): |
52.376322 N - 9.740437 O |
Information(en)
Der Tiefbunker unter dem Ernst-August-Platz (auch: 'Bahnhofsbunker') gehörte
der Deutschen Reichsbahn (DR), und zählte mit zu den größten Bunkern in Hannover.
Während des zweiten Weltkriegs war der Bunker zuerst nur ausschließlich für
Bahnreisende ('Zutritt nur mit gültigem Fahrschein') und Angestellte der
Deutschen Reichsbahn (DR) gedacht. Dies führte dazu, das AnwohnerInnen sich
Fahrkarten kauften, um bei Luftangriffen den Bunker nutzen zu können; erst im
späteren Verlauf des Luftkrieges, als die Angriffe konzentrierter wurden,
änderte sich dies, und es durften auch HannoveranerInnen ohne Fahrschein in
den Bunker.
Laut offizieller Quellen bot der Bunker auf 3485 qm Platz für ca. 5000 Menschen;
in der Realität dürfte die Belegung um ein vielfaches Höher gelegen haben.
[vgl. dazu auch das Buch 'Bunker-Welten', des Autors Michael Foedrowitz]
Nach Ende des Krieges, war die Not noch lange nicht vorbei. Ein Großteil der
Häuser in Hannover war zerstört, und es sollte noch lange dauern, bis hier
wieder Normalität herrschte. Nur wenige Monate nach Ende des Krieges,
der Bunker wurde von Flüchtlingen und wohnungslosen ('ausgebombten')
HannoveranerInnen als Unterkunft genutzt, stand Hannover die nächste schwere
Katastrophe ins Haus: Die 'Hochwasserkatastrophe 1946' (!).
Einer Lagemeldung vom 'Chefs der Polizei von Hannover', datiert auf den
11. Februar 1946 ist zu entnehmen, das am 10. Februar 1946 der Bahnhofsbunker
aufgrund des Hochwassers geräumt werden mußte. Die 'Bewohner' wurden auf die
Bunker Ballhof und Bunnenbergstraße verwiesen.
Im Jahre 1989 diente der Bunker als Unterkunft für ehem. DDR-BürgerInnen, die
mit Zügen der Deutschen Bahn (DB) nach Hannover reisten.
Zuletzt genutzt wurde der Bunker (soweit uns bisher bekannt) bei der
Fußballweltmeisterschaft 2006, als in dem Bunker einige ausländische Fans
übernachten mußten, da sie ihren Zug verpaßt hatten.
Der Zustand des Bunkers (heute):
Der Bunker besteht heute aus zwei Teilen; ein Mitarbeiter des Zivilschutzes
(zuständig für den Raum Hannover) berichtete uns, das 1978 durch den
'Bau der U-Bahn', der Tiefbunker in zwei Hälften geteilt wurde.
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete einmal in einem Beitrag über
diesen Bunker (glaube im Zusammenhang mit der Öffnung der innerdeutschen
Mauer), das der Tiefbunker durch den Bau der Passarelle geteilt wurde.
Unabhängig davon, was stimmt, ändert dies jedoch nichts an der Tatsache,
das die eine Hälfte heute der Deutschen Bahn als 'Zentrale für den
Verteidigungsfall (V-Fall)' dient, und die andere Hälfte sich offenbar
noch immer in Zivilschutzbindung befindet.
Als Ersatz für die zweite Hälfte (die von der Deutsche Bahn genutzt wird)
wurde die Mehrzweckanlage Kröpcke (Parkhaus nahe dem Opernhaus), errichtet.
Diese Anlage ist auch als MZA Kröpcke z.B. in älteren Telefonbüchern verzeichnet.
Bautechnische Informationen
| Typ: |
Tiefbunker (TB) |
| Baujahr: |
1941-1942 |
| Abmessungen (lxbxh): |
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| Außenwandstärke: |
1,80 m |
| Dachstärke: |
2,00 m |
| Heutige Nutzung: |
vorhanden; zweigeteilt: a) Stadt Hannover, b) DB - Zentrale für den V-Fall. |
Karte/Luftbild
Verwendete Quelle(n) [1] "Foedrowitz-Liste", Auflistung der Bunker in Norddeutschland von
Michael Foedrowitz, Berlin! [2] "Tabellarische Auflistung aller Bunker in Hannover", erstellt vom
Amt für Zivilschutz aus dem Jahre 1991! [3] "Tabellarische Auflistung aller Bunker", erstellt durch die Stadt Hannover,
Abt. "Bauamt" [2005] [4] "Tabellarische Auflistung aller Bunker (im Bundesbesitz)", aus einer Antwort der
"Bundesanstalt für Immobilienaufgaben", kurz: "BImA" [Stand: April 2005] [5] "Die Weltkriegsbunker", Untersuchung des
Geschichtsleistungskurses an der Wilhelm-Raabe-Schule im Winter 1992/1993 [6] "Baubestimmungen für den Bau von Luftschutz-Bunkern" (6 Einzelhefte), Berlin 1941,
Herausgegeben vom RdL&OdL
Eigene Recherchen!
Danksagung
Am 25.04.2006 ermöglichte der MaSt.-Team Kollege 'htim' uns und einigen
befreundeten Hobbyhistorikern eine Besichtigung dieses Bunkers. Da bleibt
nur eins... wir möchten uns dafür herzlich Bedanken.
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