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Adresse
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| Straße: |
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Hackethalstraße |
| Straße (alt): |
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| PLZ/Ort/Ortsteil: |
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Hannover (Brink-Hafen) |
| Land: |
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Deutschland |
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Koordinaten
| Koordinaten (FwGrid): |
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| Koordinaten (Google): |
0.0 N - 0.0 O |
Information(en)
Nach meinen Informationen stand in der Hackethalstraße ein Hochbunker, der von den Allierten
nach Ende des zweiten Weltkriegs gesprengt wurde. Hierbei soll es sich um den einzigen zivilen
Bunker handeln, der im Raum Hannover gesprengt wurde.
Dazu:
Aus meinen Informationen - die z.T. auch auf der Grundlage einer Recherche von Herrn Michael
Foedrowitz basieren, geht hervor, dass um diesen Bunker ein kleiner 'Kampf' getobt hat. Nach
dem Krieg waren überall die Wohnungen knapp. Hannover hatte sehr viel Wohnraum durch den Krieg
verloren und man erkannte die ehem. 'Weltkriegsbunker' sehr schnell als eine vorrübergehende
und vor allem brauchbare Lösung.
Dazu heißt es: 'Lediglich solche Bunker, die für die deutsche Zivilbevölkerung notwendig waren,
sollten von den Sprengungen ausgenommen bleiben.' Aufgrund dieser Festsetzung waren die britischen
Besatzungsbehörden in oft jahrelange Auseinandersetzungen mit den Stadtverwaltungen verstrickt.
Durch die Bekanntgabe der Sprengabsichten aufgeschreckt, rang die deutsche Seite angesichts der
Wohnungsnot um jeden verfügbaren Raum, der zur Unterbringung von Menschen und Betrieben
Verwendung finden konnte. Die wiederholt vorgetragenen Argumente, durch die Sprengungen würde
lebenswichtiger Wohn- und Lagerraum vernichtet und die wenigen bewohnbaren Häuser in der
Umgebung noch beschädigt werden, ließen die Briten von ihrem Vorhaben (sämtliche
Bunker - auf der Grundlage der Kontrollratsdirektiven Nr. 23 - durch Sprengung zu beseitigen
[vgl. Bunker-Welten, S. 156]) allmählich Abstand nehmen.' [ebenda, S. 157ff.]
Anmerkung:
Im Buch 'Bunker-Welten' von Herrn Foedrowitz hat leider der Fehlerteufel zugeschlagen, und
zwar an folger Stelle: Die Kontrollratsdirektive Nr. 22 befaßt sich mit der Thematik
'Betriebsräte' (!). Die Kontrollratsdirektive Nr. 23 hingegen befaßt sich mit dem
'Verbot militärischer Bauten in Deutschland', beide wurden am 10. April 1946 veröffentlicht,
und waren ab Bekanntmachung gültig! (vgl. auch Kontrallratsdirektive Nr. 23 auf 'Verfassungen.de').
Der 'verwaltungstechnische Kampf' um diesen Bunker zog sich über Monate hin, und am Ende
setzten sich die Briten, genauer eine Abteilung der 'Disarmament Branch', die neben der
Demontage und Abrüstungsmaßnahmen auf deutschem Gebiet, eben auch für die Beseitung der
Bunker zuständig war, durch.
Geplant war die Sprengung von den Briten ('aus Forschungszwecken') erstmalig für den
29. August 1947. 'Man wollte herausfinden, wieviel Sprengstoff für eine derartige
Zerstörung notwendig war.'. Aufgrund seiner Lage bot sich der Bunker für ein derartiges
Vorhaben geradezu an: fast alle Betriebe in der Umgebung waren durch die Folgen des
Krieges weitestgehend total zerstört, und es gab praktisch keine Wohnhäuser in der
näheren Umgebung. Der erste Termin verzögerte sich dann aber, weil 'angeblich'
Baumaterialien eingelagert waren, die man bis zum 03.09.1947 räumen wollte.
Der nächste Termin war für den 26.09.1947 vorgesehen; die Räumung des Bunkers sollte
zu diesem Zweck bis zum 22.09.1947 abgeschlossen sein. Von Seiten der Stadtverwaltung
Hannover gab es mehrere Versuche, die Sprengung zu verhindern. Aber aufgrund der
Tatsache, das der Bunker bereits am 04.09.1947 geräumt worden war, verlief offensichtlich
jeder weitere Versuch ins Leere und der Bunker wurde offensichtlich irgendwann in der
Folgezeit gesprengt. Spätestens bis zum 31.12.1948, wo die Zerstörung der Bunker
abgeschlossen sein sollte. [vgl. Bunker-Welten, S. 157ff.]
Soviel zu unseren bisherigen Erkenntnissen und Informationen über diesen Bunker.
Leider ist uns bisher der genaue Standort nicht näher bekannt. Und Bilder besitzen
wir von diesem Bunker auch keine, weder vom Bunker noch von der Sprengung der Briten.
Bautechnische Informationen
| Typ: |
Hochbunker (HB) |
| Baujahr: |
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| Abmessungen (lxbxh): |
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| Außenwandstärke: |
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| Dachstärke: |
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| Heutige Nutzung: |
Gesprengt; Komplett entfernt! |
Verwendete Quelle(n) [1] "Foedrowitz-Liste", Auflistung der Bunker in Norddeutschland von
Michael Foedrowitz, Berlin! [2] "Tabellarische Auflistung aller Bunker in Hannover", erstellt vom
Amt für Zivilschutz aus dem Jahre 1991! [3] "Tabellarische Auflistung aller Bunker", erstellt durch die Stadt Hannover,
Abt. "Bauamt" [2005] [4] "Tabellarische Auflistung aller Bunker (im Bundesbesitz)", aus einer Antwort der
"Bundesanstalt für Immobilienaufgaben", kurz: "BImA" [Stand: April 2005] [5] "Die Weltkriegsbunker", Untersuchung des
Geschichtsleistungskurses an der Wilhelm-Raabe-Schule im Winter 1992/1993 [6] "Baubestimmungen für den Bau von Luftschutz-Bunkern" (6 Einzelhefte), Berlin 1941,
Herausgegeben vom RdL&OdL
Eigene Recherchen!
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