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Bunker Deisterplatz

Adresse

Straße: Deisterplatz 12
Straße (alt):
PLZ/Ort/Ortsteil: Hannover (Linden-Süd)
Land: Deutschland

Koordinaten

Koordinaten (FwGrid): 32-U-ND-486-015
Koordinaten (Google): 52.361338 N - 9.714092 O

Eckdaten

Art: Hochbunker (HB)
Typ: Rundbunker
Baujahr: 1941
Ebenen (alle); Etagen: 8; KG, EG, 1. OG - 6. OG
Abmessungen (lxbxh): Durchmesser 14,16 m, Höhe 32,55 m
Außenwandstärke: 1,80 - 2,50 m
Dachstärke:
Heutige Nutzung: vorhanden; privat genutzt.

Karte/Luftbild


Information(en)

Laut Auskunft der Feuerwehr Hannover sind sämtliche Rundbunker in Hannover weitestgehend baugleich. Die Bunker unterscheiden sich lediglich in der Anzahl der Etagen, und was die Position der Zugänge betrifft. Der Rundbunker am Deisterplatz hat wie der Rundbunker Hannoversche Straße (Misburg) beide Eingänge ebenerdig; Während die beiden Rundbunker Sandstraße [Weidendamm] und Hoffmann-von-Fallersleben-Straße [Friedrich-Ebert-Straße] je einen Eingang im Keller und einen ebenerdig besitzen. Was diesen Punkt betrifft, weichen die Bunker etwas voneinander ab. Im Bunker Deisterplatz befinden sich im Keller ein Aufenthaltsräume.

Zusätzliche Informationen:
Der Bunker mit der Bezeichnung 'Bunker Nr. 8' war, wie die Planungsskizzen der Firma 'Huta' (Hoch- und Tiefbau AG Hannover), datiert auf den 26.05.1941, belegen, für 698 schutzsuchende Menschen geplant. In der Realität wurde diese Zahl wahrscheinlich weit überschritten. Fest stehen dürfte jedoch das unmittelbar nachdem die Planungsskizzen fertig gestellt waren, bereits mit dem Bau des Bunkers begonnen wurde. Bekräftigend hinzu kommen die reichlich vorhandenen und typischen Bauteile eines Bunkers, die allesamt im Jahre 1941 gefertigt worden sind.

Der Luftschutzbunker am Deisterplatz ist - laut der Auskunft des LDA - der einzige Bunker, der im Stadtgebiet von Hannover bisher unter Denkmalschutz steht.

Skizzen/Diagramme/Zusätzliche Informationen

Skizze mit dem Querschitt des Bunkers...

Der Bunker besitzt zwei Eingänge die gegenüber liegend angeordnet sind; Von jedem dieser Eingänge führt eine Wendeltreppe spiralförmig nach oben unters Dach.

Im Erdgeschoß saß in einem Raum (soweit sich Niemandsland erinnert, im Mittelgang gelegen) der Bunkerwart. Der Raum war nicht größer als die anderen Räume in dem Bunker. Offenbar war in diesem Raum auch ein Telefonanschluß vorhanden. Jedenfalls fand Niemandsland an einer Wand zahlreiche alte Telefonnummern und Namen, die darauf hindeuten könnten. Diesem Raum gegenüber befand sich wohl eine Art Sanitätsraum. Das sind aber auch schon die einzigen Unterschiede zu den anderen Etagen.

Direkt unter dem Dach befindet sich der Maschinenraum in dem z.B. die Luftungsanlagen, Filter usw. ihren Platz fanden. Dazwischen (zwischen Erdgeschoß und dem Maschinenraum unter dem Dach) befanden sich die Räume für die schutzsuchenden Menschen.

Zwischen Außenwand und Treppenhaus befinden sich die Räume für den Aufenthalt der Schutzsuchenden, etwa 6 qm groß mit einer Deckenhöhe von ca. 2,70 m, wo sich die Menschen primär aufhalten mußten. Die Räume sind mit einer ca. 18 cm dicken Wand voneinander getrennt, und wurden höhenversetzt angeordnet. 6 Räume (je 3 Räume auf jeder Seite des Treppenhauses) bilden dabei eine Etage. Wobei diese Bauform eigentlich keine -normalen- Etagen zuläßt.

Auf jeder Etage befindet sich ein Raum eben und je ein Raum liegt etwa eine halbe Treppe höher und tiefer angeordnet. Die beiden mittleren Räume (rechtes und linkes Treppenhaus) wurden durch einen Mittelgang verbunden. Dieser ist etwa 5-6 m lang. Rechts und links sind jeweils leicht versetzt die WCs angeordnet. Die Räume in denen sich die WCs befinden, sind sehr klein (etwa 1 x 2 m). Mehr als eine Toilette und eine Waschgelegenheit fand dort keinen Platz.

Verwendete Quelle(n)

[1] "Foedrowitz-Liste", Auflistung der Bunker in Norddeutschland von Michael Foedrowitz, Berlin!
[2] "Tabellarische Auflistung aller Bunker in Hannover", erstellt vom Amt für Zivilschutz aus dem Jahre 1991!
[3] "Tabellarische Auflistung aller Bunker", erstellt durch die Stadt Hannover, Abt. "Bauamt" [2005]
[4] "Tabellarische Auflistung aller Bunker (im Bundesbesitz)", aus einer Antwort der "Bundesanstalt für Immobilienaufgaben", kurz: "BImA" [Stand: April 2005]
[5] "Die Weltkriegsbunker", Untersuchung des Geschichtsleistungskurses an der Wilhelm-Raabe-Schule im Winter 1992/1993
[6] "Baubestimmungen für den Bau von Luftschutz-Bunkern" (6 Einzelhefte), Berlin 1941, Herausgegeben vom RdL&OdL
[7] "US Strategic Bombing Survey :: Hanover Field Report", o.O., 1947.

Sowie eigenes Archiv.
und eigene Recherchen!

Danksagung

Mein persönlicher Dank geht an den für Zivil- und Katastrophenschutz zuständigen Mitarbeiter bei der Berufsfeuerwehr Hannover, der mir und zwei weiteren Hobby-Kollegen den Zugang zu diesem Bunker (am 22.06.2004) ermöglichte.


 Web: luftschutzbunker-hannover.de [- v2.08.02 -]
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  2003 - 2017 © by Guido "Wolf" Janthor 
Inhalt geändert/aktualisiert: | Layout aktualisiert: 09.07.2015
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