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Bunker Haltenhoffstraße

Adresse

Straße: Haltenhoffstraße 11/ Ecke Schneiderberg
Straße (alt):
PLZ/Ort/Ortsteil: Hannover (Nordstadt)
Land: Deutschland

Koordinaten

Koordinaten (FwGrid): 32-U-ND-489-048
Koordinaten (Google): 52.391525 N - 9.718944 O

Eckdaten

Art: Hochbunker (HB)
Typ: Sonderbau
Baujahr: 1944
Ebenen (alle); Etagen: 6; KG, EG, 1. OG - 4. OG
Abmessungen (lxbxh): ca. 50,00 m x 16,00 m; Funktionsgebäude: ca. 12,00 m x 7,50 m
Außenwandstärke: 2,00 m
Dachstärke: ~ 3,00 m
Heutige Nutzung: vorhanden; ungenutzt; entfestigt; im Privatbesitz.

Karte/Luftbild


Information(en)

Der Bunker Haltenhoffstraße - hält einige Besonderheiten in seiner Bauausführung bereit, die in Hannover wohl einmalig sind. Da der Bunker als Krankenstation / OP für das Krankenhaus Nordstadt (Krankenhaus I) geplant war, stand der Keller für die Funktionsräume (für Heizung, Lüftung und Wasser usw.), wie in den "Bestimmungen für den Bau von Luftschutzbunkern" aus dem Jahre 1941 vorgesehen, nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund erhielt dieser Bunker einen Funktions-Anbau, wo diese Räume getrennt nach ihrer Funktion über mehrere Stockwerke verteilt, untergebracht waren.

Wie schon oben geschrieben wurde ein Teil des Bunkers durch das Krankenhaus Nordstadt (Krankenhaus I) genutzt. Im Keller befand sich ein komplett ausgestatteter Operationsssaal, samt Vor- und Aufwachraum, in dem auch während der Luftangriffe Operationen durchgeführt werden konnten. Und im Erdgeschoss war Raum für rund 100 Betten.

Der Operationssaal im Keller konnte auch direkt von der Haltenhoffstraße über eine Rampe erreicht werden. Es musste nur noch eine Gasschleuse im Keller passiert werden, und schon stand einer notwendigen Notoperation nichts mehr im Wege. Platz für eine nicht näher bestimmte Anzahl an Tragen/Betten war im Keller vorhanden.

Darüber hinaus soll ein Verbindungsgang zwischen dem Krankenhaus Nordstadt (Krankenhaus I) und dem Bunker gegeben haben, der sich heute aber nicht mehr nachweisen lässt.

Entfestigung des Bunkers

Nach dem Krieg wurden wichtige Teile des Bunkers zerstört. Die zwei Hauptgasschleusen an den Kopfenden des Bunkers wurden komplett entfernt (die Mauern wurden entfernt), elf breite Öffnungen wurden über alle Stockwerke (teilweise sogar bis in den Keller) eingebracht. Außerdem wurde über den beiden Treppenhäusern je eine großzügige Öffnung in das Dach gesprengt. Desweiteren wurde der splittersichere Vorbau, der die Rampe und ein kleines Treppenhaus (sowie möglicherweise den nicht mehr nachweisbaren Gang zum Krankenhaus Nordstadt) schützte, abgerissen.

Verwendete Quelle(n)

[1] "Foedrowitz-Liste", Auflistung der Bunker in Norddeutschland von Michael Foedrowitz, Berlin!
[2] "Tabellarische Auflistung aller Bunker in Hannover", erstellt vom Amt für Zivilschutz aus dem Jahre 1991!
[3] "Tabellarische Auflistung aller Bunker", erstellt durch die Stadt Hannover, Abt. "Bauamt" [2005]
[4] "Tabellarische Auflistung aller Bunker (im Bundesbesitz)", aus einer Antwort der "Bundesanstalt für Immobilienaufgaben", kurz: "BImA" [Stand: April 2005]
[5] "Die Weltkriegsbunker", Untersuchung des Geschichtsleistungskurses an der Wilhelm-Raabe-Schule im Winter 1992/1993
[6] "Baubestimmungen für den Bau von Luftschutz-Bunkern" (6 Einzelhefte), Berlin 1941, Herausgegeben vom RdL&OdL
[7] "US Strategic Bombing Survey :: Hanover Field Report", o.O., 1947.

Sowie eigenes Archiv.
und eigene Recherchen!


 Web: luftschutzbunker-hannover.de [- v2.08.02 -]
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Inhalt geändert/aktualisiert: | Layout aktualisiert: 09.07.2015
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