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Bunker Hannoversche Straße

Adresse

Straße: Hannoversche Straße 75 / Ecke Am Seelberg
Straße (alt):
PLZ/Ort/Ortsteil: Hannover (Misburg-Nord)
Land: Deutschland

Koordinaten

Koordinaten (FwGrid): 32-U-ND-574-045
Koordinaten (Google): 52.388008 N - 9.842707 O

Eckdaten

Art: Hochbunker (HB)
Typ: Rundbunker
Baujahr: 1941
Ebenen (alle); Etagen: 7; EG, 1. OG - 6. OG
Abmessungen (lxbxh): Höche 37 m
Außenwandstärke:
Dachstärke:
Heutige Nutzung: vorhanden; entfestigt; umgebaut zum Wohnhaus; Wasserturm auf dem Dach.

Karte/Luftbild


Information(en)

Der Bunker Hannoversche Straße gehörte zum Luftschutzort "Misburg" und war dem Luftschutzort Hannover zugeordnet. [vgl. [7]]

Laut Auskunft der Feuerwehr Hannover sind sämtliche Rundbunker in Hannover weitestgehend baugleich. Die Bunker unterscheiden sich lediglich in der Anzahl der Etagen, und was die Position der Zugänge betrifft. Der Rundbunker am Deisterplatz hat wie der Rundbunker Hannoversche Straße (Misburg) beide Eingänge ebenerdig; Während die beiden Rundbunker Sandstraße [Weidendamm] und Hoffmann-von-Fallersleben-Straße [Friedrich-Ebert-Straße] je einen Eingang im Keller und einen ebenerdig besitzen. Was diesen Punkt betrifft, weichen die Bunker etwas voneinander ab.

Nach fernmündlicher Auskunft von Herrn Foedrowitz wurde der Bunker für 1000 DM an eine Privatperson verkauft. Seit 1958/1959 ist das Spitzdach verschwunden, und ein Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von rund 800 cbm schmückt heute das Dach. Der Bunker wurde nach dem Krieg entfestigt, und später zum Wohnhaus umgebaut. [7]

Anmerkung:
Bei einem der schwersten Bombenangriffe auf den damaligen Ort und heutigen Stadtteil von Hannover, "Misburg" wurde der Bunker durch einen Nahtreffer am 24.08.1944 beschädigt. Das Dach wurde von Trümmern getroffen, und die "Zerschellerplatte", die ein explodieren einer Bombe unter dem Bunker verhindern sollte, wurde zerstört. Die Schutzräume im Bunker hatten keinen Schaden genommen.

Sogenannte "Zerschellerplatten" waren die deutsche Antwort auf eine allierte Fliegerbombe, die in einer anderen deutschen Stadt unter einem Bunker explodiert war. Durch die Explosion starben viele Menschen. Man suchte nach einer Lösung, und fand diese in eben der sogenannten "Zerschellerplatte".

Ziel der Angriffe war die nahegelegene Ölindustrie (DEURAG/NERAG). Aber auch die angrenzden Firmen in unmittelbarer Nähe, hier seien insbesondere die Zementwerke (HPC, NPC, Teutonia und Germania), sowie die Spritfabrik genannt, wurden immer wieder schwer getroffen.

Der Luftangriff am 24.08.1944 war mit ca. 200 beteiligten Bombern der bis dahin schwerste Angriff, den der Ort Misburg bis zu diesem Tag erlebt hatte. Getoppt nur noch durch die Angriffe am 11.09.1944 und in der Nacht vom 11./12.09.1944 wo alles was in Misburg noch mehr oder weniger an Gebäuden existierte, dem Erdboden gleich gemacht wurde. Der Ort wurde mehr oder weniger umgepflügt.

Verwendete Quelle(n)

[1] "Foedrowitz-Liste", Auflistung der Bunker in Norddeutschland von Michael Foedrowitz, Berlin!
[2] "Tabellarische Auflistung aller Bunker in Hannover", erstellt vom Amt für Zivilschutz aus dem Jahre 1991!
[3] "Tabellarische Auflistung aller Bunker", erstellt durch die Stadt Hannover, Abt. "Bauamt" [2005]
[4] "Tabellarische Auflistung aller Bunker (im Bundesbesitz)", aus einer Antwort der "Bundesanstalt für Immobilienaufgaben", kurz: "BImA" [Stand: April 2005]
[5] "Die Weltkriegsbunker", Untersuchung des Geschichtsleistungskurses an der Wilhelm-Raabe-Schule im Winter 1992/1993
[6] "Baubestimmungen für den Bau von Luftschutz-Bunkern" (6 Einzelhefte), Berlin 1941, Herausgegeben vom RdL&OdL
[7] "US Strategic Bombing Survey :: Hanover Field Report", o.O., 1947.
[8] [Buch] "Luftschutztürme und ihre Bauarten vom 1934 bis heute" von Michael Foedrowitz, Berlin.

Sowie eigenes Archiv.
und eigene Recherchen!


 Web: luftschutzbunker-hannover.de [- v2.08.02 -]
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Inhalt geändert/aktualisiert: | Layout aktualisiert: 09.07.2015
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