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PROJEKTBESCHREIBUNG

Dieses Projekt ist nicht politisch und ist es eben doch!
Es hat einfach mit dem zeitlichen Abschitt, dem zweiten Weltkrieg zutun, mit dem sich dieses Projekt mehr oder weniger beschäftigt. In diesem Zusammenhang von -nicht- politisch zu sprechen, wäre aus meiner Sicht und aus meinem politischen Verständnis heraus, mehr als FATAL und würde den zahlreichen Toten und hier insbesondere den zahlreich verübten Verbrechen, nicht gerecht.

Die Idee zu diesem Projekt ist entstanden, als ich mich intensiv mit der "Geschichte meiner eigenen Familie" befasst habe. Ich habe mehrere Jahre vorher "Genealogie", auch bekannt als "Ahnenforschung" oder "Familienforschung" betrieben, bis ich irgendwann gemerkt habe, das ich mich viel zu sehr mit zeitlichen Epochen befasst habe, über die es so gut wie keine Informationen mehr gibt. Eine Zeit, die mir nicht wegläuft und wo ich mich sicherlich auch später - wenn das Interesse meinerseits dann noch besteht - weiterhin intensiv mit befassen kann.

Der Entschluss für diese Seite, ist sicherlich auch aus einer Begegnung entstanden, die ich wahrscheinlich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde. Während meines Zivildienstes hatte ich die Gelegenheit, in der Zivildienstschule Bad Oeynhausen, einen ehem. KZ-Insassen persönlich kennenzulernen, der mehrere Konzentrationslager überlebt hat. Es war Anfang der 90er Jahre sein erster offizieller Besuch in der Zivildienstschule. Ich denke, dass die Schilderungen dieses Menschen, im Rahmen des staatsbürgerlichen Unterrichts (wie das damals dort in der Schule hiess!), mein Interesse an einer Auseinandersetzung mit diesem Teil der Geschichte zusätzlich gefördert hat.

Auch wenn ich mich nicht primär mit diesem Schwerpunkt befasse, möchte ich später auch über die ehem. Außenlager des "KZ Neuengamme" im Raum Hannover berichten.

Fest steht:
Ich habe mich entschlossen, mich mit dem Teil der Vergangenheit zu befassen, zu dem es noch lebende Zeitzeugen gibt und etwas zu schaffen, was es - meiner Meinung nach - in der bisher geplanten Form noch nicht gegeben hat.

Hinter dem Projekt "Mahnmale aus Stein" verbergen sich sämtliche Bauten, die unmittelbar vor und/oder während des zweiten Weltkriegs in meiner Geburts- und Heimatstadt Hannover errichtet worden sind. Dies umfasst den zivilen, wie auch den militärischen Luftschutz. Am Rande beabsichtige ich über die Luftangriffe auf die Stadt Hannover zu berichten. Im welchem Umfang ich hierrüber berichten werde, kann ich im Moment noch nicht sagen. Im Moment kann ich nur mehr oder weniger in Form von Statistiken über Schäden, Anzahl der Bomben (geschätzt) und zahl der Toten etwas schreiben. Darüber hinaus werde ich versuchen, mit ein paar Zeitzeugen zu sprechen und diese Berichte dann mit in die einzelnen Beiträge einfliessen lassen.

Nach dem was ich bisher recherchiert habe, so haben in Hannover - basierend auf unterschiedlichen Quellen - etwa 200-250.000 Menschen bei mehr als 45 Luftangriffen ihr Leben verloren oder sind aus der Stadt geflüchtet. Nicht dazu gerechnet sind die zahlreichen Kriegsgefangenen, Zwangsarbeiter, KZ-Insassen unterschiedlicher Nationen, die zum Teil nicht einmal in irgendwelchen Statistiken erfasst worden sind, und die durch unterschiedliche Ereignisse ihr Leben verloren haben.

Auch wenn es mich persönlich reizen und sehr interessieren würde, etwas über einzelne Schicksale zu erarbeiten, denke ich, dass dies von einer einzelnen Person nicht zu leisten ist. Und da gerade was Menschen und Einzelschicksale aus dieser Zeit betrifft, schon zahlreiche andere Projekte existieren (nicht nur im Internet), denke ich, dass dies etwas ist, was ich anderen Menschen und Gruppen überlassen möchte. Sofern ich auf interessante Projekte stosse oder mir Links bekannt werden, werde ich diese hier auf der Seite veröffentlichen...!

Darüber hinaus möchte ich sehr gerne die mir persönlich bekannten Mahnmale in der Stadt Hannover auf extra Seiten dieser Internetpräsenz vorstellen und auch zu den Hintergründen zur Entstehung dieser Mahnmale etwas schreiben.

Ich möchte aber daran erinnern...

Auf dieser Seite soll es primär um Bauwerke gehen. Um "Mahnmale aus Stein" in der Stadt und der näheren Region Hannovers. Ich denke, viele dieser Orte sind nicht einmal den Hannoveranern selbst bekannt, obwohl man sicherlich das eine oder andere Bauwerk kennt. Ich bin selbst jahrelang "blind" durch mein Viertel gerannt und habe kaum etwas zur Kenntnis genommen. Da waren zum Beispiel diese weißen Pfeile an manch einer Mauer, die sogenannte "Luftschutzkeller" ausgewiesen haben. Dann gab es hier mindestens ein Treppenhaus, das verstärkt worden war und mir durch seine zahlreichen kleinen Fenster aufgefallen ist, deren Bedeutung mir aber trotzdem nie so recht bewusst war, bis ich mal per Zufall mit einer Anwohnerin gesprochen habe, und dann sind da aber auch noch die zahlreichen Hochbunker. Einer hat immer mal wieder mein Leben gestreift, da in unmittelbarer Nähe Freunde von mir wohnen und ich so auf dem laufenden gehalten wurde, was zum Beispiel den Umbau des Bunkers am Pfarrlandplatz in Hannover Linden betrifft.

Aber das ist auch nur ein Beispiel von vielen. Mehr dazu auf den folgenden Seiten.

Was mir aber noch sehr am Herzen liegt, ist, dass ich mich an dieser Stelle noch einmal deutlich von allen rechtsorientierten Menschen distanzieren möchte. Die meisten Objekte auf meiner Seite dienten primär der Zivilbevölkerung zum Schutz gegen die taktischen Luftangriffe der Allierten. Was sich zuerst nur gegen militärische Ziele richtete, das wurde zum Ende des Krieges auch gezielt gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt; Stichwort: "Terrorkrieg"). Schutz vor den Bomben boten in den Städten nur die Luftschutzbunker. Und um diese Einrichtungen geht es hier primär. Nach Ende des Krieges wurden einige gesprengt, viele entfestigt - das heißt für militärtaktische Zwecke unbrauchbar gemacht - und ein paar dienen noch heute, modernisiert als Bunker für den Zivilschutz, ein Relikt aus den Tagen des sogenannten "Kalten Krieges".

In diesem Sinne (frei nach dem Motto): "Nie wieder Krieg!"

Hannover, 25.09.2003.

Guido //Wolf// Janthor,
Webmaster von Mahnmale-aus-Stein.de


Anmerkung:
Im Sommer 2008 ist das Projekt von der Domain mahnmale-aus-stein.de auf die Domain luftschutzbunker-hannover.de umgezogen. Die alte "Projektbeschreibung" wurde im "Original" übernommen. Richtig muss es jetzt also "Luftschutzbunker-Hannover.de" heißen.



 Web: luftschutzbunker-hannover.de [- v2.08.02 -]
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  2003 - 2017 © by Guido "Wolf" Janthor 
Inhalt geändert/aktualisiert: 19.03.2012 | Layout aktualisiert: 09.07.2015
Sämtliche Rechte vorbehalten. Weiterveröffentlichung (auch auszugsweise) nur mit schriftlicher Genehmigung.